Sind Sie in Projekte involviert? Kennen Sie es auch, dass nicht alle Projekte glatt laufen? Wenn ja dann schauen Sie sich mal Critical Chain an!

Critical Chain setzt auf dem bestehenden Projektmanagement auf und erweitert dieses um zwei einfache Regelmechanismen. Drei einfache Tricks und schon fließen die Projekte wieder.

Überzeugen Sie sich selbst! Hier ein paar Erfolgsgeschichten unserer Kunden. Oder testen sie einfach schnell das Potential, das in Ihrem Unternehmen schlummert.

Achtung: alles was sie auf dieser Seite lesen ist natürlich weiterhin gültig! Ich möchte nur darauf hinweisen, dass es heute praxisbewährte Konzepte gibt, die das Schätzproblem auf andere, wesentlich elegantere Weise und vor allem portfolioübergreifend lösen. Wenn Sie mir ein Hinweis geben, welches Problem Sie lösen wollen revanchiere ich mich gerne mit passenden Informationen - ganz nebenbei spaaren sie sich die Anmeldung, denn ich füge das Excel zur 3-Punkt-Berechnung einfach bei.

3-Punkt-Schätzung in Excel direkt per Mail anfordern

3-Punkt-Schätzung mit Wahrscheinlichkeit

Eines der Werkzeuge, die in der Projektpraxis immer wieder benötigt werden, ist die 3-Punkt-Schätzung mit Wahrscheinlichkeit. Hiermit kann man schnell grobe Abschätzungen machen und vor allem mit dem Auftraggeber, über das Thema Wahrscheinlichkeit und Sicherheit reden - der eigentliche Gewinn.

Die Idee stammt von De Marco aus dem "Bärentango" und wurde von M. Pfingsten in einem Vortrag auf dem GPM-Forum 2006 aufgegriffen. Goldratt verwendet die gleiche Idee um die Zusammenfassung von Puffern zu begründen. Ich habe mir erlaubt das ganze als Excel-Makro zu implementieren, was die Anwendung sehr vereinfacht.

 

Die Funktionsweise ist einfach - geschätzt werden drei Werte:

  • optimistisch (O) - ein Bauchgefühl, wenn alles glatt laufen würde,
  • realistisch (R) - das was man denkt, was am wahrscheinlichsten eintrifft,
  • pessimistisch (P) - hier muss man ein bisschen aufpassen, dass man nicht ganz ins Unmögliche abdriftet. Es sollte ein Bauchgefühl sein, wenn typische Probleme auftauchen.

Die drei Punkte spannen eine Wahrscheinlichkeitsfunktion auf. Dass alles glatt läuft ist genau so wahrscheinlich, wie dass alles schief läuft - sprich relativ unwahrscheinlich = 0% relative Wahrscheinlichkeit. Am relativ wahrscheinlichsten ist der realistische Wert - wobei niemand sagen kann wie wahrscheinlich.

Die Fläche unter der Kurve vom optimistischen Wert zu einem Wert (W) bezogen auf die Gesamtfläche ist die absolute Wahrscheinlichkeit. Beim optimistischen Wert = 0% bei pessimistischen Wert = 100%.

3-Punkt-Schätzung

Zur Vereinfachung nähert man, als Ingenieur, die Kurve durch Dreiecke an. Als Mathematiker versucht man das dann analytisch zu lösen und als Formel darzustellen und als IT-Mensch schreibt man ein Excel-Makro (wobei man die Formel des Mathematikers klaut :-).

Das schöne an dieser Schätzung ist, dass sie von jedem einfach nachvollzogen werden kann. Wenn die Streuung groß ist, muss man genauer hinschauen und verfeinern.

Der eigentliche Nutzen - der Dialog

Der eigentliche Nutzen liegt aber im Dialog mit dem Auftraggeber (oder dem Projektmanager).  Hier kann man endlich über die Erwartungshaltung sprechen.

z.B. typischer Dialog "Auftraggeber kommt zum Entwickler"

Auftraggeber: "Ich hätte gerne eine eierlegende Wollmilchsau."

Entwickler: "50/70/250" (Anm. das ist die Notation, die sich einbürgert opt./real./pess. Schätzung in Projektpersonentagen)

Auftraggeber: "Mhhh das ist aber ungenau. Ich hätte eigentlich gerne einfach nur die Wollmilchsau aus dem letzten Projekt - nur dass jetzt halt dieses Feature eierlegen noch dazu kommt. Das ganze in der von uns immer eingesetzten Technik."

Entwickler: "40/60/90"

Auftraggeber: "Eigentlich hab ich aber nur Geld für 50."

Entwickler: "Mhhh das ist aber extrem unwahrscheinlich – aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 10% könnte es klappen."

Auftraggeber: "Was ist denn so ein typischer guter Wert?"

Entwickler: "Wir haben gelernt, dass 80% Wahrscheinlichkeit sehr sehr sicher ist und für die meisten Projekte gut passt. Ich würde aber auch mit 50% leben können - das kann aber auch schief laufen."

Auftraggeber: "o.k. 80%"

Entwickler: "Wir können auch 50% für die Planung nehmen, das sind 63 Personentage und der Rest zu 80% das sind noch 10 als Puffer. Dann würden wir früh merken, wenn etwas schief läuft."