Drum-Buffer-Rope Simulator für die Produktion

Der Drum-Buffer-Rope Simulator für die Produktion ist soooooooooo neu, dass es noch gar keine Dokumentation gibt. Dafür aber ein kleines Video um zu zeigen, was er macht.

Und für was braucht man das überhaupt?

Drum-Buffer-Rope ist eine der Produktionssteuerungen der 3. Generation. Sie ist zum einen Durchlaufzeit- sowie Bestandsoptimal und gleichzeitig einfach sowie recht flexibel. Was will man mehr?

Die Frage ist wie muss man die Kapazitäten der einzelnen Fertigungsschritte und den Puffer dimensionieren, so dass der Durchsatz optimal bleibt auch, wenn einzelne Fertigungsschritte kurzzeitig ausfallen?

Was auf den ersten Blick einfach aussieht ist in einem verbundenen System oft überraschend.

Der Drum-Buffer-Rope Simulator ist ein einfaches Excel-Makro, in dem Modellfabriken einfach "graphisch" editiert werden können. Man kann Maschinen verknüpfen, Puffer dimensionieren und Störungen definieren. Der Simulator kann dann entweder im push- oder im Drum-Buffer-Rope Modus die Aufträge abarbeiten. Dabei kann man sehen, wie sich Störungen durch die Fertigungslinie bewegen und den Durchsatz sowie die Auslastungen beeinflussen.

YAPS first steps ...

... jetzt auch mit Drum-Buffer-Rope und Störungen

Wenn sie interesse am Drum-Buffer-Rope-Simulator haben schicke ich ihnen gerne die aktuelle Version zu - einfach hier klicken ...

Die ersten Ergebnisse ...

Ich bin leider noch nicht dazu gekommen, den Simulator vollkommen auszureizen. Die ersten Versuche zeigen grob in folgende Richtung:

  • Aus der Auslastung der einzelnen Produktionsstufen läßt sich nicht auf die Gesamtauslastung schließen.
  • Wenn alle Stufen die gleiche Kapazität besitzen und in der ersten Stufe eine Störung auftritt pflanzt diese sich über alle Stufen fort - der Schaden ist daher Nmal so groß.
  • Es macht daher sehr viel Sinn eine Stufe mit weniger Kapazität zu dimensionieren, anhand dieser die komplette Steuerung erfolgt. Die Up/Downstream Stufen haben etwas "Protective Capacity".
  • Wenn man einen "Engpass" (steuerndes Element) hat macht es Sinn genau hiervor ein Puffer aufzubauen und den Eingang mit Drum-Buffer-Rope zu steuern. Es zeigt sich auch hier im Simulator, dass dies optimal ist.
  • Auch die Kapazitäten vor dem Engpass unterliegen dem gleichen Phänomen bei Störungen, wie wenn alle Stufen gleich diemensioniert wären. Wenn häufig Störungen auftreten, kann es daher sinn machen - je näher die Stufe vor dem Engpass sitz diese mit mehr Protective Capacity auszustatten. Das könnte dazu geeignet sein den Puffer etwas kleiner zu gestalten. Das ist aber noch nicht gesichert.
  • Dito würde ich Downstream verfahren. Je weiter weg vom Engpass desto mehr Protective Capacity - das gilt aber nur bei häufig auftretenden Störungen.