Prioritäten setzen mit Throughput Accounting und Critical Chain

Multiprojektmanagement ist definiert als: "es gibt mehr Projekte oder Projektideen als Ressourcen um alle umzusetzen". Wen wundert es dann, dass das Thema Priorisierung typischerweise das erste Thema ist, mit dem Unternehmen auf Speed4Projects zukommen. Und sind sie sich sicher, dass sie optimal priorisieren?

Die zentralen strategischen Fragen sind:

  • Wo investiere ich Ressourcen?
  • Welche Projekte sind interessant?
  • Wann wird welches Projekt fertig?

Aber auch ganz operativ:

  • Welches Arbeitspaket wird als nächstes bearbeitet?
  • Wie vermeide ich negatives Multitasking?
  • Wie reduziere ich die Durchlaufzeiten?

Die Präsentation [1] zieht den Bogen

  • von dem eigentlichen Problem, sprich der Kombinatorik.
  • Über dem Ausweg aus der Kombinatorik – der Konzentration auf den Engpass.
  • Die optimale Strategie zur Priorisierung – DB1/Engpassverbrauch [2].
  • Vereinfachung des Managements durch Unterscheidung Engpass/Nichtengpass.
  • Die fünf Fokusschritte des Managements um den optimalen Durchsatz zu erreichen.
  • Throughput Accounting als systematische Entscheidungsvorlage für strategische Rangentscheidungen und Terminfindung.
  • Das typische Modell einer IT-Firma, anhand dessen diskutiert werden kann wo der Engpass sich befindet.
  • Bis hin zur operative Priorisierung [3] der Arbeitspakete mittels Critical Chain [4].

Neu ist die Abkehr von der allgemeine Return-on-Investment oder Break-Even Betrachtung – hin zum Throughput Accounting.

Bei jeder Prioritätsentscheidung muss die zu fällende Entscheidung (Priorisierung) aufzeigen, welche Änderung am Produktmix = Reihenfolge aufgrund des Quotienten aus Durchsatz zu Engpassverbrauch (1), den Engpassverbräuchen (2) oder der Kapazität des Engpasses (3) ergibt. Hieraus wird die Änderung am Gesamtdurchsatz berechnet.

Jede Entscheidung umfasst dabei eine der drei Interventionen und verändert damit den Gesamtdurchsatz:

Übersicht über die möglichen Interventionen am Engpass
Priorität InterventionWirkung
#1

Die Reihenfolge der Produkte

Die Produkte werden nach dem besten Quotient aus Throughput (Deckungsbeitrag 1) zu Engpassverbrauch sortiert. Es werden nur so viele Produkte geplant wie Kapazität im Engpass vorhanden ist. 

Der Engpass wir 100%ig ausgelastet und es wird der optimale Deckungsbeitrag erreicht
#2

Die Herstellung eines Produktes wird optimiert

Es wird durch Produktverbesserung erreicht, dass weniger Engpass verbraucht wird

Das optimierte Produkt kann mehr Durchsatz erzeugen > die Reihenfolge ändert sich (1)
#3

Die Kapazität des Engpasses wird erweitert

Es kann mehr produziert werden

Es kann mehr von den lukrativen Produkten produziert werden

Wenn alle Rangentscheidungen nach dem obigen Schema getroffen werden ist sichergestellt, dass das betriebswirtschaftliche Optimum erreicht wird. Erfahrungsberichte von Unternehmen finden sie hier