| Vertrauen steigern |
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Die 3+1 Verhaltensprinzipien von Ebene 6 führen direkt zueiner
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Bei einem hohen Vertrauenslevel kann vieles im Projektmanagement vereinfacht werden:
| Spezifikation reduziert sich auf das Notwendigste. Im Zweifelsfall fragt der Auftragnehmer schnell nach. | |
| Meetings werden kleiner und konkreter. Protokolle reduzieren sich auf Wer kümmert sich um welche Teilaufgabe. | |
| Change-Management wird einfacher. Weg von einer Absicherung - hin zu einem gemeinsamen Check, wie die Projektziele besser erreicht werden können. | |
| Risiko-Management kann sich auf große Risiken konzentrieren, die das Team überfordern würden. | |
| Jour-Fixe werden komplett überflüssig. | |
| Das Controlling, Statusreports und Überplanung werden mit der Zeit weniger. | |
| Schuldzuweisungen verschwinden. |
Die Folge ist, dass die Kommunikationsmenge sich verringert und speziell der Projektmanager mehr Zeit für das Wesentliche zur Verfügung hat:
- Auftrag und offen Punkte klären (Ebene 2)
- Projekt strukturieren (Ebene 3)
- Verhalten verbessern - Vertrauen steigern

Der Prozess "#1 Verhalten verbessern" lässt sich in wenigen Worten folgendermaßen umreißen:
- Der Projektmanager vereinbart mit jedem neuen Teammitglied die 3+1 Verhaltensprinzipien (Ebene 6). Dies geschieht am einfachsten im Kick-Off des Projektes - muss aber für jedes neu hinzukommende Teammitglied im Einzelfall wiederholt werden.
- Je nach gefühltem Vertrauenslevel erhält das Teammitglied mehr oder weniger große Arbeitspakete. Je geringer der Vertrauenslevel desto kleiner die Arbeitspakete um schneller Ergebnisse und damit Möglichkeit für Feedback zu erzeugen (und auch das Risiko zu minimieren).
- Bei jedem erbrachten Arbeitspaket ist die Einhaltung der Verhaltensprinzipien und damit Qualität zu prüfen. Gutes Ergebnis
umgehendes herzliches persönliches Lob vom Projektmanager. Der Vertrauenslevel steigt und die Arbeitspakete werden schnell größer. - Bei einem schlechten Ergebnis gibt es unterschiedliche Reaktionen:
(a) beim ersten Mal
umgehendes (auch herzliche) persönliche Kritik vom Projektmanager und Erinnerung an die vereinbarten Verhaltensprinzipien. Der Vertrauenslevel sinkt und die Arbeitspakete werden wieder kleiner.
(b) beim zweiten Mal
umgehendes Kritikgespräch unter Beisein des Vorgesetzten.
(c) beim dritten Mal
Ersatz des Teammitglieds. Das Teammitglied sollte wenn möglich in Projekten nicht mehr zum Einsatz kommen.
Feedbackgespräch
Typischerweise werden Feedbackgespräche (vor allem Lob) auch von den anderen Teammitgliedern wahrgenommen und sie stellen sich sehr schnell selbst auf die neuen Verhaltensprinzipien ein. Wenn die neuen Verhaltensprinzipien etabliert sind bleiben diese auch über lange Zeit erhalten und werden auch automatisch von neuen Teammitgliedern eingefordert.