Zusammenhang zwischen Bestand-Auslastung-Durchlaufzeit und Kapazität

Eines der großen Ziele im Projektmanagement ist es die Geschwindigkeit der Projekte zu erhöhen. Hilfreich bei diesen Diskussionen sind ein paar Begriffe und Zusammenhängen.

Das Diagramm liest sich folgendermaßen:

Auf der X-Achse wird der Bestand (oft auch Work-in-Prograss benannt) abgetragen. Der Bestand ist die Menge an eingelasteten (geplanten) Aufwand im Betrachteten Zeitraum. Oft wird der Bestand auch als Vielfaches der Kapazität angegeben. Wenn einem Team/Ressource eine Kapazität von 40h/Woche aufweist und für diese Zeit (Woche) 80h eingeplant sind dann ist der Bestand 80h/Woche oder 200%Kapazität.

Die grüne Kurve zeigt die Auslastung. Sobald der Bestand <100% der Kapazität ist ist das Team/Ressource entsprechend nur anteilig ausgelastet. Auslastungen über 100% sind normal nicht möglich. Dazwischen gibt es einen Übergangsbereich.

Die rote Kurve zeigt die Durchlaufzeit eines Auftrags. So lange man mit der Auslastung weit <100% liegt werden die Aufträge in einer minimal möglichen Durchlaufzeit ausgeführt. Sobald man mit der Auslastung in die Nähe der 100% kommt nimmt die Durchlaufzeit proportional mit dem Bestand zu. Auch hier gibt es dazwischen einen Übergangsbereich.

Wichtig ist die Grundaussage: zu viel Work-in-Progress führt zwangsläufig zu einer massiven Verlängerung der Durchlaufzeit.

Diese Zusammenhänge stammen aus der Fertigungssteuerung - dort heist das ganze dann "logistische Kennlinien", "Trichtermodell" oder "Little's Law". Eine einfachere Herangehensweise bietet die TOC und CCPM basierend auf den Ideen von E.Goldratt ("Das Ziel" und "Kritische Kette" - s. Literatur).

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